B 179 - Flächenbrand groß an der K 43 zw. Börrstadt und Sippersfeld
| Einsatznummer: | B 179 |
| Datum: | 30.07.2026 |
| Alarmierungszeit: | 13:23 |
| Einsatzende: | 18:00 |
| Einsatzstichwort: | Flächenbrand groß |
Bericht
Die Einheiten Winnweiler, Steinbach, Breunigweiler und Sippersfeld wurden am Donnerstagmittag zunächst zu einem Einsatz mit dem Stichwort "Flächenbrand klein" an der K 43 zwischen Sippersfeld und Börrstadt alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Fahrzeuge meldete die Leitstelle zurück, dass mittlerweile mehrere Notrufe eingegangen waren. Die Rauchentwicklung war von der L 401 zudem bereits auf Höhe Alsenbrück-Langmeil erkennbar. Zunächst wurde deshalb die Feuerwehr Börrstadt nachalarmiert, kurz darauf erfolgte die Alarmstufenerhöhung auf "Flächenbrand groß".
Vor Ort brannte eine Wiesenfläche mit Obstbäumen, wobei sich das Feuer rasant in verschiedene Richtungen ausbreitete und auch auf angrenzende Stoppelackerflächen übergriff. Durch den herrschenden Wind und den damit verbundenen Funkenflug entstanden mehrere sogennante "Spotfeuer" an verschiedensten Stellen, sodass das Feuer in einem Bereich sogar die Straße übersprang. In der Anfangsphase kam es zu einer enormen Rauchentwicklung, die sich durch den Wind innerhalb kürzester Zeit bis zu den ersten Wohnhäusern in Börrstadt ausbreitete.
Die zahlreichen alarmierten Tanklöschfahrzeuge aus der VG Winnweiler sowie der Feuerwehren Göllheim und Enkenbach bekämpften die Flammen im "Pump and Roll"-Betrieb und versuchten so, die Ausbreitung zu stoppen. Parallel waren zudem zahlreiche Fußtrupps mit Löschrucksäcken und Brandpatschen im Einsatz. Nach etwa einer halben Stunde war das Feuer zunächst unter Kontrolle, jedoch führte der Wind immer wieder zu einem erneuten Aufflammen, sodass sich die Nachlöscharbeiten äußerst schwierig und umfangreich gestalteten.
Die Droheneinheit verschaffte der Einsatzleitung einen Lageüberlick aus der Luft, sodass die Tanklöschfahrzeuge sinnvoll koordiniert werden konnten, um wieder aufflammenden Brandherde unmittelbar abzulöschen. Die Wärmebildkamera erwies sich hierbei erneut als äußerst hilfreich, da so frühzeitig Bereiche erkannt wurden, die unterirdisch noch eine sehr hohe Temperatur aufwiesen. Eine besondere Herausforderung stellten die zahlreichen Obstbäume dar, da sich das Feuer aufgrund der Trockenheit innerhalb kürzester Zeit bis in das Innere der Stämme vorgearbeitet hatte. Um diese tiefenwirksam ablöschen zu können, mussten deshalb einige Bäume mittels Motorkettensäge gefällt und zerkleinert werden. Parallel zu den Löscharbeiten unterstützte ein Landwirt mit Grubber, welcher die Umrisse der verbrannten Fläche bearbeitete, um eine weitere Ausbreitung gänzlich auszuschließen.
Im Verlauf wurde die Einsatzstelle in vier Abschnitte gegliedert. Der Einsatzabschnitt (EA) 1 übernahm die Brandbekämpfung mittels Fußtrupps und TLF im "Pump and Roll"-Betrieb im Bereich in Richtung Börrstadt. Der Abschnitt 2 beinhaltete die Brandbekämpfung im betroffenen Bereich in Richtung Sippersfeld. Die Logistik und Versorgung der Einsatzkräfte, insbesondere mit ausreichend Getränken, wurde durch den EA 3 sichergestellt. Der vierte Abschnitt war der "EA Sicherheit", welcher zunächst die Überwachung der möglichen Brandausbreitung in Verbindung mit der Wetterlage übernahm und später für die Begutachtung und Fällung der Bäume zuständig war.
Insgesamt konnte die betroffene Fläche auf 2,3 Hektar beziffert werden. Es befanden sich etwa 60 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Der Bereitstellungs-RTW des DRK-Ortsverein Münchweiler war zur Sicherstellung des Eigenschutzes der Einsatzkräfte vor Ort und die Polizei war ebenfalls mit einem Fahrzeug an der Einsatzstelle. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Donnersbergkreises sowie dessen Stellvertreter waren in beratender Funktion vor Ort und unterstützten die Einsatzleitung. Das Lagezentrum des Landesamtes für Brand und Katastrophenschutz (LfBK) Rheinland-Pfalz wurde im Einsatzverlauf durch den BKI über die Lage informiert.
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