B 194 - Vegetationsbrand groß in Winnweiler
| Einsatznummer: | B 194 |
| Datum: | 13.08.2026 |
| Alarmierunsgzeit: | 17:08 |
| Einsatzende: | 23:15 |
| Einsatzstichwort: | Vegetationsbrand groß |
Bericht
Am Donnerstagnachmittag wurden die Einheiten Winnweiler, Imsbach, Falkenstein, Lohnsfeld, Münchweiler und Steinbach zu einem Vegetationsbrand am Ortsrand Winnweiler alarmiert. Zur Unterstützung war darüber hinaus auch die Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn mit ihrem Tanklöschfahrzeug alarmiert.
Die Rauchwolke war bereits auf der Anfahrt sichtbar. Bei Eintreffen des TLF 4000 stellte sich heraus, dass es zwischen Wohnbebauung und Waldrand auf einem Anwesen mit landwirtschaftlichem Unterstand sowie zahlreichen Rundballen und Vegetation brannte. Das Feuer breitete sich rasant aus und drohte auf das angrenzende Waldstück überzugreifen. Die eintreffenden Tanklöschfahrzeuge versuchten folglich von beiden Flanken zunächst die Ausbreitung zu stoppen. Zeitgleich begannen zudem Fußtrupps mit der Brandbekämpfung.
Parallel zu den ersten Löschmaßnahmen wurde an der nächstgelegenen Straße eine Löschwasserentnahmestelle eingerichtet. Dort konnten die Tanklöschfahrzeuge ihren Wassertank wieder füllen und im weiteren Verlauf im Pendelverkehr den Abrollbehälter Wasserversorgung (10.000 Liter) speisen, welcher als Wasserpuffer an der Einsatzstelle fungierte.
Nach etwa einer halben Stunde war das Feuer zwar unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten gestalteten sich jedoch sehr umfangreich. Ein Feuerwehrangehöriger mit einem Baggerbetrieb machte sich zwischenzeitlich auf den Weg, um einen Kleinbagger zum Auseinanderziehen des Brandguts zur Einsatzstelle zu bringen. Damit konnte nachfolgend sowohl der Unterstand abgerissen als auch die Rundballen auseinandergezogen werden. Die Maßnahmen wurden zudem von Kräften mit Dunghacken unterstützt. So konnte das Brandgut schließlich unter dem Einsatz von Netzmittel tiefenwirksam abgelöscht werden. Weiterhin wurden mehrere verbrannte Bäume gefällt. Die Drohneneinheit unterstützte die Nachlöscharbeiten mit der Wärmebildkamera aus der Luft, sodass gezielt verbliebene Glutnester abgelöscht werden konnten.
Da das Feuer eine enorme Rauchentwicklung verursacht hatte und sich der Rauch unter anderem auch in Richtung der Wohnbebauung ausgebreitet hatte, wurde ein Fahrzeug der Feuerwehr Winnweiler mit Dursagefunktion eingesetzt, um die betroffene Bevölkerung zu informieren. Hierbei wurde darauf hingewiesen, dass Fenster und Türen geschlossen gehalten werden sollten. Darüber hinaus wurden in Gebäuden mit offenen Fenstern, im Einverständnis mit den Bewohnern, Messungen durchgeführt, um kritische Kohlenstoffmonoxid-Konzentrationen auszuschließen.
Gegen Ende der Nachlöscharbeiten wurde die Einheit Gonbach nachalarmiert, um eine Brandwache zu stellen. Die Kräfte verblieben bis etwa 23 Uhr an der Einsatzstelle, kontrollierten die Fläche mehrfach mit der Wärmebildkamera und bewässerten den betroffenen Bereich erneut, sodass keine erneute Entzündung stattfinden konnte.
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